Mehr als wir begreifen können

Beim Impro-Musical im April im gut gefüllten E-Werk ging es um die 32jährige Psychologin Frauke Riebensamen (Sybille Kleinschmitt), die finanzielle Probleme hat und fürchten muß, ihre Praxis zu verlieren. In ihrem Keller kommt es zu einem Gespräch mit dem 28jährigen Horst Hansen (Christian M. Schulz), der von ihr wissen will, wie er Telekinese (d.h. Bewegung von Gegenständen durch Geistekraft) lernen kann. Die beiden verlieben sich ineinander, doch Horst erfährt von seiner cholerischen jüngeren Schwester Kunigunde (Simone Ott), daß es seit 500 Jahren einen Familienfluch gibt: Sobald man sich in jemanden verliebt, muß man sterben. Als sich Kunigunde kurz darauf in Jerome (Christoph Hüllstrung) verliebt, Fraukes Praktikant, stirbt sie tatsächlich selber. Der verzweifelte Horst gerät in Panik und will den Kontakt zu Frauke abbrechen. Doch Jerome, dessen Hobby das Golfen ist, hat einen Trank (ein Glas mit Cocktailresten aus dem Publikum), in dem Gras aus verschiedenen Golfplätzen ist, der den Fluch aufheben kann. Horst wird vom Fluch erlöst und kann plötzlich Telekinese. Es gelingt ihm zusammen mit Jerome, mit den Grasresten seine Schwester ins Leben zurückzuholen.

Gemeinsam mit Frauke entwickelt er eine Methode, Golfern die Telekinese beizubringen, so daß diese den Golfball ins Loch steuern können. Durch das Geld der dankbaren Golfer kann Frauke die Praxis retten und singt am Ende mit ihm zusammen den Reggae "Du hast Magie in deinem Blick". Alle Lieder wurden gewohnt abwechslungsreich begleitet von Karsten Kramer am Keyboard und Anne Dietrich an Saxophon, Klarinette und Querflöte. Petra, Angie und Manu, die drei Frauen vom Tanzensemble bereicherten den Abend durch ihre Tanzchoreografien und kleinere Rollen z.B. als Ratte oder Golfer. Das begeisterte Publikum gab dem Musical am Ende den schönen Titel "Mehr als wir begreifen können".

 

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