Impro-Krimi mit echtem Blut: Das andere Ich

 

FREISTIL Impro-Krimi E-Werk Das andere Ich Okt. 2016Erstmals floss bei einem Impro-Krimi bei FREISTIL echtes Blut auf der Bühne! Bei einem Kampf des späteren Mordopfers mit dem Täter kam ein kleines Messer zum Einsatz (eine Leihgabe aus dem Publikum) und verletzte den Täter versehentlich am Daumen, so daß es zu einer Schnittwunde kam, die noch am gleichen Abend nach der Aufführung im Krankenhaus genäht werden musste. Christian M. Schulz, der das Mordopfer gespielt hatte und statt der Nagelfeile aus Versehen die kleine aber sehr scharfe Klinge des Taschenmessers ausgeklappt hatte, entschuldigte sich noch auf der Bühne bei seinem Kollegen Achim Freund, der aber tapfer und mit blutgetränktem Taschentuchverband (siehe Foto) bis zum Ende des Krimis weiterspielte, auch wenn er dabei immer blasser wurde.

FREISTIL Impro-Krimi E-Werk Das andere Ich Okt. 2016Der Impro-Krimi im Oktober im ausverkauften E-Werk wurde vom Publikum am Ende "Das andere Ich" genannt und handelt vom Mord am 60jährigen, cholerischen Pfarrer Horst Teufel (Schulz), der tot in einem Bordell aufgefunden wird, ermordet mit einem kleinen Messer, das mit Pfeilgift zu einer tödlichen Waffe gemacht worden war. Tatverdächtigt sind seine 18jährige blöde Praktikantin Jaqueline Orlowski (Nicole Djandji-Stahl), sein 25jähriger naiver uneheliche Sohn Heiko Sünder (Freund) und sein 40jähriger arroganter Psychiater Pascal Jung (Christoph Hüllstrung). Kommissar John Bossman (Schulz), der in diesem Fall ermittelte setzte dabei Seancen ein um den Täter zu ermitteln. Er holte die drei Verdächtigen an den Ort des Mordes und ließ sie in dem Glauben, die Stimme des Toten zu hören, indem er seine Stimme verstellte. Dabei gestand am Ende der Psychiater den Mord: Horst war dahinter gekommen, daß Jung seine Praktikantin vor Jahren missbraucht hatte als diese 13 Jahre und bei Jung in Behandlung war und der Psychiater wollte verhindern daß Horst Teufel ihn deswegen anzeigt.FREISTIL Impro-Krimi E-Werk Das andere Ich Okt. 2016

 

Für Spannung sorgte auch die improvisierte Musik von Karsten Kramer an Keyboard und Baß, der für alle Szenen die passende Atmosphäre erzeugte.

 

Das Publikum spendete minutenlangen Schlußapplaus und wünschte Freund, dessen Wunde ínzwischen wieder verheilt ist, gute Besserung. Die besorgte Schweizerin, die den Schauspielerin das Messer als Mordwaffe ausgeliehen hatte und sich hinterher entschuldigte konnte beruhigt werden: Es sei ja nicht ihr Fehler gewesen, das scharfe Messer auszuklappen und damit unachtsam umzugehen sondern der Fehler von Schulz. Schulz, der ein sehr schlechtes Gewissen hatte, schenkte seinem Kollegen bei der nächsten Probe als Trostpflaster zwei gute Flaschen Wein und versprach, in Zukunft besser aufzupassen.

 

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